Jahresthema 2021-2022

Wohnen, bauen, architektur


Du baust mehr als du denkst!

Höher, schneller, größer, weiter: Wenn es um Städtebau geht, scheint dieser Leitspruch nach wie vor die Devise zu sein. Die Wiederverwendung und das Recycling von Materialien sowie die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen finden in der Praxis kaum Anwendung. Dabei vergessen wir auch, welche Auswirkungen unser Städtebau auf Länder des Globalen Südens hat. Hier braucht es nicht nur einen Wandel in der Baupraxis, sondern auch ein Umdenken in unseren Köpfen: Wie wollen wir wohnen und wie können wir unsere Städte aktiv mitgestalten? Welche Wohnformen sind zukunftsfähig? Wie stellen wir sicher, dass die Herstellung unserer Inneneinrichtung nicht in Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen steht?

PS.: Die tollen Grafiken in den Beiträgen wurden von unserer Projektkoordinatorin Anne erstellt.

Was kannst du tun?
Das Problem
Umsetzung der Spots

Was kannst du tun?

Das Einfamilienhaus ist nach wie vor die beliebteste Wohnform in Deutschland. Doch diese Art zu Bauen und zu Wohnen braucht viel Raum, Ressourcen und Energie – nachhaltig sieht anders aus. Für ein Umdenken braucht es Ideen, Inspiration und vor allem Möglichkeiten. Es brauch eine gerechte Transition für mehr Gestaltungsmöglichkeiten zwischen der 4-Zimmer-Wohnung als Maximalangebot im mehrgeschossigen Wohnungsbau und dem Idealbild „freistehendes Einfamilienhaus“.

So bietet beispielsweise das Zusammenleben von mehreren Generationen in einem Wohnhaus Vorteile wie gegenseitige Unterstützung und generationsübergreifender Austausch sowie die Einsparung von Mietkosten und Wohnraum. In einer Funktionalen Wohnung hat nicht jede Person ihr eigenes Zimmer sondern alle Zimmer werden geteilt. Die Wohnenden ordnen den Zimmern Funktionen zu – es gibt also gemeinsame Schlaf-, Wohn-, Ess-, Arbeits- oder Musikzimmer. So nutzen die Bewohner wirklich jedes Zimmer und es wird Raum gewonnen. Eine weitere Möglichkeit bietet der Wohnungstausch: Vor allem in Großstädten ist der Wohnraum knapp. Oft ist es so, dass Menschen, die viel Platz haben, ihn gar nicht brauchen und Menschen, die mehr Raum bräuchten, keine größere Wohnung finden. In einer Umfrage aus dem Jahr 2020 wären über die Hälfte der Deutschen im Alter bereit ihre zu groß gewordene Wohnung zu tauschen. Hier findest du eine Plattform für Möglichkeiten des Wohnungstauschs. Auch im Grünen lohnt sich ein Umdenken: Kleingärten sind oft sehr knapp, teuer und schnell vergeben. Ein Gemeinschaftsgarten ermöglicht es vielen Menschen eine Ressource zu nutzen und starke Gemeinschaften zu bilden und so unsere Städte sicherer zu machen.

Nachhaltigkeit hört nicht beim Bau unseres Wohnraums auf. Auch die Inneneinrichtung spielt hier eine große Rolle. Frag‘ dich: Welche Rohstoffe und Materialien sind unbedenklich für Mensch und Umwelt; sowohl in ihrer Herstellung als auch ihrer Nutzung? Wie so oft gilt: Schau‘ dich zuerst nach gebrauchten Gegenständen um oder/und entscheide dich für Stücke mit einer langen Lebensdauer. Wenn du nichts Gebrauchtes kaufen kannst/willst, dann wähle nachhaltige Rohstoffe wie (nachhaltiges) Holz, Bambus, Baumwolle oder recyclebare Materialien wie PET. Denke dabei mit, von wo die Möbelstücke hergestellt werden: Durch regionale Rohstoffe, Hersteller und Zulieferer lässt sich die CO2-Bilanz eines Möbestücks signifikant verringern. Hier findest du eine Liste mit Shops für nachhaltige Inneneinrichtung.

Cradle to Cradle bedeutet übersetzt „von der Wiege in die Wiege“. Der Ansatz setzt auf perfekte Kreisläufe – komplett ohne Müll. Das Konzept, welches von dem Chemiker Michael Braungart und dem Architekten William McDonough entwickelt wurde, orientiert sich dabei an der Natur. Denn biologische Kreisläufe lassen keinen Abfall zurück. Der Ansatz schließt nicht nur die Wiederverwertung von kostbaren Ressourcen ein, sondern auch die umweltfreundliche Produktion und die Nutzung von erneuerbaren Energien. Konsequent umgesetzt bedeutet dieser Ansatz nichts anderes als eine Revolution unserer Produkte – angefangen vom Produktdesign, der Herstellung und der Nutzung bis hin zur Rücknahme. Basierend auf einer radikalen Denkweise in Kreisläufen.

Im Mietshäusersyndikat sind deutschlandweit etwa 159 Hausprojekte in einem Verbund organisiert. Jedes Projekt ist eine eigenständige GmbH und verwaltet sich selbst. Das Syndikat stellt eine Beteiligungsgesellschaft dar, die nicht-kommerziell und kooperativ Gruppen beim Erwerb von Gebäuden und deren Aneignung in Kollektiveigentum unterstützt. Neue Gruppen profitieren vom Know-How der Erfahreneren und die Finanzierung wird zu einem Teil durch einen Solidartransfer zwischen leistungsfähigeren und finanzschwächeren Projekten gedeckt. So werden Gebäude dem Wohnungsmarkt entzogen und die Hausgemeinschaft hat die volle Kontrolle über ihr Zusammenleben – vom Namen des Projektes über die Gestaltung der Räume bis hin zu der Anzahl der Bewohner*innen.

Stadtplanung und -entwicklung kann nur mit Bürger*innenbeteiligung nachhaltig funktionieren. Dabei liegt Verantwortung auf beiden Seiten: Teilhabe muss einerseits möglich gemacht und andererseits eingefordert werden! Das kann in Werkstätten, Workshop-Formaten, Modell-Sälen, Diskussionsprozessen passieren. Dabei müssen Städte und Gemeinden die Planungsprozesse so aufstellen, dass Bürger*innen nicht nur Reaktions- sondern auch Aktionsmöglichkeiten haben. Nur durch die Beteiligung der Zivilgesellschaft entsteht eine langfristige Akzeptanz und Identifikation der Bevölkerung mit dem Prozess und dem Ergebnis eines Vorhabens. Heruntergebrochen sie ein gelungener Prozess auf beiden Seiten so aus:

  1. Gemeinde: Information bereitstellen – Bürger:innen: Sich informieren
  2. Gemeinde: Meinung einholen – Bürger:innen: Mitdenken und Meinung äußern
  3. Gemeinde: Mitsprache gewähren – Bürger*innen: Mitsprache

Das Problem

Kies, Sand, Kalk, Gipsstein, Schiefer, Ton und Minerale – allein in Deutschland werden pro Jahr 517 Millionen Tonnen dieser mineralischen Rohstoffe verbaut. Der Bausektor hat entsprechend einen riesigen Verbrauch an Ressourcen bzw. Rohstoffen; in Deutschland beträgt dies über 50% der verbrauchten Ressourcen pro Jahr. Unser großer Rohstoffhunger bringt diverse Probleme mit sich. 

So geht uns u.a. global der Sand aus: Sand ist, nach Wasser, der am zweitmeisten verbrauchte bzw. gehandelte Rohstoff auf der Erde. Denn ohne Sand (und Kies) gibt es keinen Beton, keine Ziegelsteine, kein Glas usw. Und so wird Sand knapp und zum Problem. Global übersteigt nämlich unser massiver Sandabbau bereits jetzt seine Reproduktionsfähigkeit – die Herausbildung von Sand beansprucht Jahrtausende – bei Weitem. Um die Größendimensionen zu verdeutlichen: In einem Einfamilienhaus stecken Schätzungen zufolge 200t Sand. 30 – 50 Milliarden Tonnen Sand und Kies werden jährlich gefördert; das würde eine mindestens 20m hohe und 20m breite Mauer um den Äquator bilden können, pro Jahr. Und die Baubranche boomt; die Weltbevölkerung wie auch die Verstädterung wachsen. Sand ist zum Multi-Milliarden Geschäft geworden mit teilweise mafiösen Strukturen, der sog. Sand-Mafia. Der illegale Raubbau umfasst weltweit ca. 10-15%. Indonesien und Kambodscha haben bereits ein Exportverbot für Sand verhangen. Auch im aktuell noch sand- und kiesreichen Deutschland gibt es teilweise Sand-Lieferengpässe, weil Vorkommen überplant sind, z.B. durch Naturschutzgebiete oder Städte, die darüber gebaut wurden, sodass ein Abbau nicht möglich ist. Global sind die Konsequenzen des massiven Sandabbaus schwerwiegend: Sand wird vorwiegend aus Ablagerungen im Meer, in Seen und Flussbetten gewonnen; Wüstensand eignet sich aufgrund seiner Beschaffenheit nicht zur Herstellung von Beton. Der Einsatz riesig großer Schwimmbagger, die Sand tonnenweise abtragen, geht mit gravierenden Auswirkungen auf die entsprechenden Ökosysteme einher: dem Absinken von Flussbetten, der steigenden Gefahr von Überschwemmungen, dem Erodieren von Küsten, der Zerstörung der Ozeanfauna, dem Verschwinden ganzer Inseln, dem Außerkraftsetzen von Schutzmechanismen gegen Stürme und Tsunamis, usw.

„WM der Sklaven“ titelte die Süddeutsche Zeitung 2014. Und weiter: „Unter barbarischen Bedingungen lässt Katar die Stadien für die Fußball-WM 2022 bauen. Hunderte sind schon gestorben, die Überlebenden werden wie Zwangsarbeiter behandelt und – wenn überhaupt – nur lächerlich entlohnt.“ Der Guardian korrigiert bzw. aktualisiert diese Zahl 2021 auf mehr als 6.500 tote Arbeiter*innen.

Menschenrechtsverletzungen im Bausektor treten in vielfältiger Form auf: Ein besonders zentrales Thema bildet laut UNEP global der mangelhafte Gesundheits- und Arbeitsschutz, der zu schweren und teilweise tödlichen Unfällen führt. Auch Kinderarbeit ist ein Thema: Laut ILO, der International Labour Organization, zeigt sich der Industriesektor, zu dem auch die Baubranche zählt, für 12% der Kinderarbeit, was ca. 18 Millionen Kinder sind, weltweit verantwortlich. Generell sind moderne Sklaverei und Menschenhandel auch im Baugewerbe, auch in Deutschland, präsent. Arbeitsmigrant*innen sind eine besonders vulnerable Gruppe aufgrund ihrer oftmals prekären Anstellungs- und Arbeitsverhältnisse. Hinzu kommt, dass sie hinsichtlich verschiedener Aspekte teilweise systematisch diskriminiert werden; u.a. in Bezug auf Arbeitszeiten, Löhne, Unterkünfte usw. Infrastrukturprojekte können zudem zu Landnutzungskonflikten, Konflikten um Eigentumsrechte sowie (Zwangs-) Umsiedlungen von Anwohner*innen führen. Beispielhaft hierfür stehen verschiedene Staudamm- bzw. Talsperrenprojekte, u.a. in Honduras, Kolumbien, Brasilien und China, auch unter direkter oder indirekter Beteiligung deutscher Unternehmen. So wurden für den Drei-Schluchten-Damm in China mit dem größten Wasserkraftwerk der Welt mehrere Millionen Menschen zwangsumgesiedelt.

Mit 38% der globalen CO2-Emissionen, so konstatiert ein UN-Bericht von 2020, kann die Menge der Treibhausgasemissionen der Bau- und Gebäudewirtschaft als Rekordhoch beschrieben werden. Dieser Trend spiegelt sich auch in Deutschland wieder: So wurden, v.a. aufgrund der Corona-Pandemie, die deutschen Klimaziele 2020 knapp erreicht; als einziger der sechs Sektoren verfehlte der Gebäudesektor diese.

Im Zusammenhang mit Gebäuden entstehen diverse Treibhausgasemissionen, welche teilweise unterschiedlichen Bereichen zugerechnet werden: Erstens entstehen direkte Emissionen durch Gas und Öl, welche für das Heizen, Kochen sowie Warmwasser eingesetzt werden. Zudem gibt es indirekte Emissionen durch Fernwärme und Strom, welche dem Energiesektor zugerechnet werden. Drittens spricht man von sogenannten grauen Emissionen im Rahmen des Energieaufwandes für die Herstellung, Instandhaltung und das Lebensende von Gebäudekonstruktionen, was der Industrie zugeordnet wird. So sind Beton bzw. vielmehr Zement (Dieser dient, vermengt mit Wasser als Bindemittel für Sand und Kies.) in der Herstellung, durch die Befeuerung großer Brennöfen sowie darin ablaufende chemische Prozesse extrem klimaschädlich: 2,8 Milliarden Tonnen CO2 entstehen dabei pro Jahr, was rund 8% der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmacht. Zum Vergleich: Der Luftverkehr hat einen Anteil von knapp 3%. Dieser gravierende Beitrag zur Klimakrise wirft auch Fragen der Klimagerechtigkeit auf: Der Globale Norden ist für einen Großteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich, während die Folgen des Klimawandels den Globalen Süden signifikant härter treffen.

Die Nachfrage nach mehr bzw. größerem Wohnraum sowie Komfort steigt – und damit auch die Versiegelung des Bodens. Damit wird der Boden bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder auf andere Weise befestigt. In Deutschland werden ca. 56 Hektar am Tag versiegelt. Insgesamt sind ca. 45% der Siedlungs- und Verkehrsflächen auf diese Art befestigt. Weltweit sind mittlerweile 1% der Erdoberfläche bebaut. Die Bodenversiegelung ist ein weitreichendes Problem, verbunden mit vielfältigen negativen ökologischen Folgen:

Zum einen wird dadurch verhindert, dass Regenwasser, je nach Bodenbeschaffenheit, schlecht oder gar nicht ablaufen kann, da das Bodenmaterial (Beton, Asphalt, Stein) zu dicht ist. Folglich werden Nährstoffe nicht mehr aufgenommen, was zu unfruchtbaren Böden führt. Es entsteht weniger Grundwasser, wodurch wiederum Trinkwassermangel und Dürreschäden bewirkt werden. Zudem steigt das Risiko für Hochwasser, da der Niederschlag in die Kanalisation geleitet wird und diese bei großen Mengen überläuft. Zum anderen stellen Bodenversiegelungen auch immer einen Eingriff in die Natur dar. Lebensräume gehen verloren oder werden eingeschränkt, Tiere werden von dem Lärm, der durch Straßen und Siedlungen entsteht, gestresst. Straßen, die duch natürliche Lebensräume führen, tragen zur Verinselung dieser Flächen bei. Tiere in diesen Gebieten sind auf den Inseln „eingesperrt“ oder  setzten sich bei der Überquerung der Straßen hohen Risiken aus. Auch für den Menschen hat die Versiegelung Nachteile. Auf Grund dessen kein Wasser auf den Straßen verdunstet, können die Böden nicht zur Kühlung beitragen und speichern hingegen die Wärme. Dies hat zur Folge, dass die Temperaturen im Sommer in der Stadt stetig steigen. Ein besonderes Problem der Versiegelung ist, dass sich derartig befestigte Böden nur schwer wieder entfernen lassen und immer ein Teil an Beton und Asphalt im Boden zurück bleibt. Dies stört die Fruchtbarkeit des Bodens nachhaltig, da Luft und Wasser langfristig ausgeschlossen wurden. Die vorherige Bodenqualität lässt sich oftmals nicht oder nur sehr langsam wieder herstellen.

Mit dem massiven Ressourceneinsatz im Baubereich gehen auch große Mengen an Abfall einher: So bilden Bauabfälle, in Form von Bauschutt, Straßenaufbruch, Boden und Steinen sowie Baustellenabfälle, die mengenmäßig relevanteste Abfallgruppe in Deutschland. 218,8 Millionen Tonnen mineralische Baustoffe, inklusive Bodenaushub, fielen 2018 an; das sind knapp 55% des Gesamtabfallaufkommens in Deutschland. Tendenz steigend.

Was passiert mit diesen riesigen Abfallmengen? Laut Bericht der Initiative Kreislaufwirtschaft Bau werden 90% verwertet. Klingt toll, oder handelt es sich doch ’nur‘ um ‚Downcycling‘? Nach einem Prozess der Aufbereitung, u.a. mit Zerkleinerung, Sortierung usw., wird das geringwertige Material überwiegend zum Straßenbau, zur Aufschüttung von Böschungen und Bahndämmen, zum Erdbau und zur Verfüllung eingesetzt. Ein Viertel des Bauschutts wird allerdings auch zu sog. Recyclingbeton als neuem Baumaterial. Darunter versteht man Beton, welcher mit schon verbautem Material angemischt wird, aber aktuell nur in Gebäuden verwendet werden kann, da er Frost und Tausalz nicht adäquat standhält.

Und was ist mit dem Rest? Eine Entsorgung wird zunehmend schwierig, da Deponien an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen oder vor dem Ende ihrer Betriebsdauer stehen. In der Folge werden Abfälle zur Entsorgung quer durch Deutschland transportiert bzw. teilweise im angrenzenden Ausland entsorgt, wo mehr Kapazitäten bestehen bzw. weniger strenge Auflagen gelten. Auch werden Abfälle illegal entsorgt; im Restmüll oder am Wegesrand. Eine besondere Herausforderung in der Entsorgung bilden zudem Materialien mit gefährlichen Eigenschaften, wie z.B. Asbest, Teer oder PCB-haltige Dichtmassen. 

Nach der Finanzkrise von 2008 und angesichts niedriger Zinsen haben Finanzunternehmen, ebenso wie Privatanleger:innen aus dem In- und Ausland Immobilien als profitable Renditemöglichkeit (wieder-) entdeckt. Die steigenden Mieten der vergangenen Jahre haben einen wahren Rausch nach „Beton-Gold“ und damit einen Teufelskreis entfacht: In Erwartung immer weiter steigender Mieten wachsen heute die Grundstücks- und Immobilienpreise ins Unermessliche – mit der Folge, dass Vermieter:innen die Mietpreise erhöhen, um die Investitionen auch tatsächlich in Profite zu verwandeln

Man hört immer wieder davon, aber was genau ist Gentrifizierung und was macht sie problematisch? Ein Stadtteil mit niedrigen Mieten und einer Vielfalt von Bewohner*innen (welche oft auf geringe Wohnkosten angewiesen sind) erhält Aufwertung durch Bürger*innen – beispwielsweise durch neue Begrünung, kleine Boutiquen, kleine Konzerte und Studierende, welche ihre Ausbldung abschließen und somit eine stärkere Kaufkraft aufbringen. Das Wohnviertel wird somit spannend für Investoren, welche Neubau vorantreiben und somit ein neues Klientel anziehen. Mit diesem wird neue Kaufkraft geschaffen und damit einhergehend die Umgebung angepasst: Imbisse weichen schicken Restaurants, kleine Läden teuren Boutiquen und der Kiosk einem hippen Café). So steigen die Mieten steigen und Menschen mit niedrigem Einkommen können sich das Leben in dem Viertel nicht mehr leisten – somit weicht die Vielfalt einem einheitlichem Klientel.

Die skizzierten Probleme verdeutlichen; Bauen und Wohnen hat einerseits vielfältige (negative) Auswirkungen auf die Umwelt und Weltgesellschaft. Andererseits wohnt dem Bau- und Wohnbereich jedoch entsprechend auch ein enormes Potential inne. Genau darauf geht der folgende Teil ein. Klick dich durch und lass dich inspirieren!

Umsetzung der Spots

Wir sind auf der Suche nach Filmideen! Du hast Ideen dazu, wie das Thema in kurze Anti-Werbespots verpackt werden können? Schreib sie hier nieder – es muss kein fertiges Drehbuch sein; auch aus ein paar Stichpunkten lässt sich ein kreativer Film produzieren. Anfang 2022 werden wir alle Ideen sichten und die besten zwei verfilmen. Wer weiß – vielleicht ist deine Idee mit dabei?

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